X

Erfahren Sie mehr

Gerne beraten wir Sie persönlich und helfen Ihnen, die beste Lösung für Ihre Bedürfnisse zu finden.

+41 (0)43 500 40 80

+49 30 201 696 000

Kontaktangaben

Fotolia_72777415_L.jpg

20 Jahre Pink Apple - schwullesbisches Filmfestival feiert Jubiläum

Posted by Ivana van der Ploeg on 23.03.2017 16:23:22

2017 wird das Pink Apple Festival 20ig! Das muss gefeiert werden. Aus diesem Anlass durften wir Rachel Klauser, langjährige Helferin und Mitorganisatiorin, interviewen.

1997 wurde das schwullesbische Filmfestival Pink Apple im thurgauischen Frauenfeld gegründet. Ein Jahr später flimmerten bereits die ersten 10 Filme im Cinema Luna über die Leinwand. Weitere 3 Jahre später findet sich das Pink Apple im Gefolge der lesbisch–schwulen Eurogames in Zürich wieder. Im Arthouse Movie wurden damals in sieben Vorstellungen sieben Filme gezigt. Der zweite Standort war von Beginn weg ein Erfolg. Seit 2003 findet das Festival an zwei Standorten, Frauenfeld und Zürich, statt.

 

Pink-Apple-Blog-Gesicht.jpg

 

Herzlichen Dank Frau Klauser dass Sie sich zu diesem kurzen Interview bereiterklärt haben. Erklären Sie unseren Lesern doch kurz, in welcher Verbindung Sie mit dem Pink Apple Festival stehen und wie lange Sie schon dabei sind?

  

Ich bin selbst lesbisch und seit gut fünf Jahren beim Festival dabei. Zuerst „nur“ als Helferin vor Ort im Kino und seit drei Jahren auch im Organisationsteam für den Festivalteil in Frauenfeld.

  

Vor 20 Jahren hatte das Pink Apple Festival quasi sein Coming-Out. Wie ist es entstanden und welche Gründe/Überlegungen haben dabei eine Rolle gespielt?

 

Das Filmfestival ist in Frauenfeld gegründet worden. Im Apfelkanton – daher auch der Name. Seit dem Jahr 2000 hat Pink Apple zwei Standorte : Frauenfeld und Zürich.

Ziel waren ursprünglich und sind bis heute die Sichtbarkeit, das Sichtbarmachen und Akzeptanzschaffen der lesbischwulen Lebensweise (via Berichterstattung/Medien) und das Schaffen eines kulturellen Treffpunkts für LGBT.

 

PinkAppleBlog.jpg

 

Wie wurde das Pink Apple Festival zum Beginn von der Gesellschaft angenommen? Und wie verhält sich das im Vergleich mit heute?

 

Zu Beginn war der Widerstand sehr gross – vor allem auch von Seiten christlicher Kreise. Es ist noch nicht lange her, da hatten wir vor dem Kino noch Gegendemonstrationen fundamentalistisch christlicher Organisationen und auch das Auflegen unserer Flyer wurde erschwert. In den letzten drei Jahren ist es diesbezüglich still geworden und wir konnten uns angstfrei auf kinoreiche Tage freuen.

 

Das Festival findet inzwischen an zwei Standorten statt. Was hat sich in den letzten 20 Jahren sonst noch verändert? Hat sich etwas gar nicht verändert?

 

Das Festival hat sich nicht nur durch den zweiten Standort vergrössert, sondern auch durch den Umfang der Filme: gestartet wurde mit ca. 10, mittlerweile sind es weit über 100! Ausserdem ist es heute auch möglich, internationale Gäste einfliegen zu lassen, einen Kurzfilmpreis und einen Festival Award zu verleihen und ein vielfältiges Rahmenprogramm anzubieten.

 

Gibt es Knackpunkte/Hindernisse in der Organisation eines Filmfestivals?

 

Da das meiste auf Freiwilligenarbeit basiert, ist es nicht immer leicht, genügend HelferInnen zu finden, die (vor allem im Endspurt des Festivals) neben ihrem Alltag noch Zeit haben für die anfallenden Aufgaben.

 

Das Pink Apple Festival findet dieses Jahr unter dem Motto Time Machine statt. Es soll die verschiedenen Facetten der Homosexualität von Gestern und Heute beleuchten. Was sind für Sie die wichtigsten Veränderungen, die Sie in diesem Bereich feststellen konnten?

 

Ich persönlich spüre in der Schweiz mittlerweile eine ziemlich grosse Akzeptanz uns gegenüber seitens der Bevölkerungsmehrheit. In den grösseren Städten können wir uns ohne Angst in der Öffentlichkeit zeigen und müssen uns für das, was wir sind, nicht mehr verstecken. Trotzdem gibt es noch viel Handlungs- und Aufklärungsbedarf – vor allem auch rechtlich.

 

Nach welchen Kriterien suchen Sie die Filme aus? Ist es wichtig, dass die Handlung einen LGBT Schwerpunkt hat? Zeigen Sie auch Filme, in denen öffentlich geoutete Schauspieler zu sehen sind, obwohl die Handlung selbst keine LGBT-Themen behandelt?

 

Die Filme, welche bei uns gezeigt werden, müssen eine LGBT-Handlung haben.

 

So facettenreich wie die Time Machine, ist bestimmt auch ihr Publikum. Wer findet seinen Weg zu Ihnen ans Festival

 

Die Mehrheit unserer Gäste ist natürlich homosexuell. Aber es kommen immer auch Heteros ins Kino. Das Alter variiert stark, auch der kulturelle Hintergrund, aber alle sind sie auf jeden Fall LGBT-friendly.

 

Wenn Sie vorausschauen, worauf freuen Sie sich jeweils am meisten?

 

Ich freue mich immer, Menschen zu treffen, denen ich sonst nicht so über den Weg laufe – es ist immer ein toller Treffpunkt, eine grosse Familie. Und natürlich geniesse ich es auch jedes Mal sehr, mir ganz viele verschiedene Filme anzuschauen. Nach dem Festival bin ich immer ganz voll von Eindrücken.

 

Frau Klauser, besten Dank für diese spannenden Einblicke. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg und freuen uns auf weitere 20 Jahre Pink Apple Festival.

 

Mach es wie Rachel Klauser und arbeite mit der Ticketing-Firma mit Tiefstpreis. Erfasse deinen Event in weniger als 3 Minuten und aktiviere den Vorverkauf per Mausklick.

 

Event erstellen

 

Topics: Interview

WILLKOMMEN BEIM TICKETINO BLOG

Wir freuen uns, dass du den Weg zu unserem Blog gefunden hast. Hier plaudern die TICKETINO-Mitarbeiter aus dem Nähkästchen, sei es über die neusten TICKETINO-Funktionen, Event-Tipps oder aktuelle News in der Eventbranche - es gibt immer etwas zu lesen!

Für Blog Updates anmelden