Wie die meisten Produkte unterliegen auch Tickets im Vorverkauf einem Lebenszyklus. Zur Maximierung deines Marketings solltest du deine Werbemassnahmen darauf abstimmen. Wir zeigen dir, worauf du achten solltest.
Darum geht's
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Der Ticketvorverkauf unterliegt einem Produktlebenszyklus. Stimme dein Social-Media-Marketing darauf ab.
- Je nach Event kannst du bis zu 40 Prozent deines gesamten Werbebudgets in Paid Social investieren.
- Bei Frühbucher-Events solltest du den Fokus auf die Phase vor und während dem Vorverkaufsstart legen. Bei Spontanbucher-Events sind die letzten Tage und Stunden von entscheidender Bedeutung.

Act und Location stehen. Der Vorverkauf startet in wenigen Wochen. Doch was jetzt? Diese Frage lässt viele Veranstalterinnen ratlos zurück. Und egal, ob E-Mail-Marketing, Social Media oder klassische Zeitungsinserate: Ohne sinnvollen Zeitplan bleibt dein Marketing oftmals wirkungslos. Die Ursache liegt beim Lebenszyklus des Vorverkaufs. Wer sein Marketing nicht danach ausrichtet, verpasst womöglich die Momente, in denen potenzielle Kunden am ehesten zuschlagen.
Dein Marketing sollte aus einem vielfältigen Bündel an Massnahmen bestehen. Nach unserer Erfahrung sollte der Anteil von Paid Social je nach Zielgruppe des Events gegen 40 Prozent des gesamten Marketing-Budgets ausmachen.
In diesem Artikel zeigen wir anhand von zwei Idealtypisch konstruierten Eventarten, zu welchem Zeitpunkt des Vorverkaufs, du welchen Anteil deines Social-Media-Marketing-Budgets einsetzen solltest:
- Frühbucher-Event: Langer Verkaufszyklus oder sofort ausverkauft
Zu den Frühbucher-Events gehören beispielsweise Veranstaltungen, wie mehrtägige Festivals, deren Tickets teuer sind und deren Besuch an Planung gebunden ist. Ausserdem gehören all jene Konzerte oder Theateraufführungen dazu, deren Tickets wegen der hohen Nachfrage schon kurz nach Verkaufsstart ausverkauft werden. - Spontanbucher-Event: Spontankäufe und nicht ausverkaufte Veranstaltungen
Zu den Spontanbucher-Events zählen Veranstaltungen, die eher kurzfristig bzw. spontan gekauft werden, wie Partys, Konzerte oder Satire- und Theaterauftritte, teils mit eher regionalem Publikum, die sich in der Regel nicht komplett ausverkaufen.
Phase 1: Veröffentlichung des Events
Der Startschuss des Event-Marketings fällt nicht zwingend auf den Vorverkaufsstart, besonders nicht bei Frühbucher-Events. Falls du deine Werbeaktivitäten früher startest zielt diese noch nicht auf einen direkten Ticketverkauf ab. Deine Veranstaltung, dein Label oder deine Location soll bei deiner Zielgruppe an Bekanntheit gewinnen. Schon jetzt solltest du auf Werbung in Social Media setzen. Mit klassischen Posts kannst du deine Stammkunden ansprechen, die bereits deinen Kanälen folgen. Gut aufgesetzte, bezahlte Meta-Kampagnen vernetzen dich mit weiteren Personen mit ähnlichen Interessen und bauen organisch Reichweite auf.
Mit Informationen zur Veranstaltung und «Safe-the-Date»-Posts kannst du bereits mehrere Monate vor dem Event den Communitykontakt pflegen. Je nach Event solltest du Tage bis Wochen vor dem Vorverkaufsstart deine Postfrequenz erhöhen. Mit Ankündigungsbeiträgen, Einblicken hinter die Kulissen und Angaben zum Vorverkaufsstart kannst du die Bekanntheit der Veranstaltung weiter steigern.
Bei Frühbucher-Events hat diese Phase eine hohe Relevanz. Im Idealfall löst du beim Vorverkaufsstart bei vielen Personen eine «Fear of Missing Out» (kurz FOMO) aus, sodass sie sich bereits dann mit Tickets eindecken. In Phase 1 solltest du bei Frühbucher-Events, die sich nicht auch ohne Werbeaufwand ausverkaufen, bis zu 20 Prozent deines Social-Media-Marketing-Budgets einsetzen.
Bei Spontanbucher-Events ist diese Phase nicht unwichtig. Jedoch solltest du nicht zu viel deines Werbebudgets einsetzen. Du brauchst es garantiert noch später.
Phase 2: Vorverkaufsstart
Phase 2 fällt mit dem Vorverkaufsstart zusammen. Weiterhin solltest du die Bekanntheit deiner Veranstaltung steigern, neue Interessenten erreichen und vor allem die ersten Tickets absetzen.
Du bist gut beraten, wenn sich diese Ziele in deinen Posts widerspiegeln. Dazu kannst du emotionale Eindrücke vergangener Events zeigen und die gebuchten Acts ankündigen. Der Hype rund um deinen Event steigt so weiter an. Trotzdem darfst du das Bewerben des Vorverkaufs nicht vergessen. Schalte Werbung mit klaren Handlungsanweisungen zum Ticketverkauf. Allenfalls kannst du deinen Vorverkauf auch mit Early-Bird-Tickets pushen. Diese Blitzkäufer können später weitere Personen zum Ticketkauf animieren.
Frühbucher-Events verkaufen in den ersten Stunden und Tagen viele oder gar alle Tickets. Folglich lohnt es sich in dieser Zeit gegen 40 Prozent deines Social-Media-Marketing-Budgets ausgeben. Wenn du bei deiner Zielgruppe bis zum Vorverkaufsstart eine «FOMO» auslösen konntest, ist bereits kurz nach Vorverkaufsstart ein Grossteil deines Ticketkontingents verkauft.
Bei Spontanbucher-Events fallen die Eventankündigung und der Vorverkaufsstart oft zusammen, damit deine Werbung direkt Käufe auslösen kann und du aus dem sparsam eingesetzten Budget das Maximum herausholst. Sprich Phase 1 dient oft nicht zur Bewerbung des konkreten Events sondern mehr zum Aufbau und zur Pflege der Community.
Folglich startest du in Phase 2 so richtig in dein Event-Marketing und verlinkst zugleich auf den Ticketverkauf. Da Spontanbucher-Events beim Vorverkaufsstart nur selten eine «FOMO» auslösen, kauft sich vor allem deine Stammkundschaft bereits jetzt ein Ticket, ausser du arbeitest mit attraktiven Early-Bird-Aktionen. Den grossen Ticketumsatz machst du jedoch zu einem späteren Zeitpunkt. Investiere deshalb nur rund 20 Prozent deines Social-Media-Marketing-Budgets in Phase 2.
Phase 3: Die harzige Durststrecke
Zwei bis drei Wochen nach Vorverkaufsstart lässt sich bei Veranstaltungen mit langem Verkaufslebenszyklus unabhängig von der Eventgrösse bei den Ticketumsätzen ein deutlicher Einbruch beobachten. Dies muss dich nicht zwingend verunsichern, denn die erste Aufregung um den Vorverkaufsstart ist verflogen, die Early-Bird-Ticketkontingente sind aufgebraucht oder die zeitliche Frist ist abgelaufen und viele deiner Stammkunden sowie der heissen Zielgruppe haben sich optimalerweise bereits mit Tickets eingedeckt.
Besonders wenn die Zeitspanne von Vorverkaufsstart bis zum Event lang bemessen ist, musst du im Gedächtnis deiner Zielgruppe bleiben. Bei den Posts und Kampagnen kannst du in dieser Zeit kreativ sein. Du kannst deine Acts genauer vorstellen, einen Blick hinter die Kulissen des Events gewähren oder mit emotionsgeladenen Bildern und Videos von vergangenen Events deine Community unterhalten. Du kannst zur Feier von Fest- und Rabatttage wie Weihnachten oder Black Friday eine Promotion starten und damit deinen Ticketverkauf weiter pushen.
Bei Frühbucher-Event kannst du in dieser Phase weiterhin Werbung zur Imagepflege schalten. Dies kommt dir spätestens bei der Folgeveranstaltung zu Gute. Nutze deine Social-Media-Kanäle, um den Kontakt mit deiner Zielgruppe aufrechtzuerhalten und sie zudem über Neuigkeiten informieren. Ist dein Event noch nicht vollständig ausverkauft, wirst du auch in dieser Phase einzelne Tickets verkaufen. Investiere rund 15 Prozent deines Social-Media-Marketing-Budgets.
Wichtiger ist Phase 3 bei Spontanbucher-Events. Zwar wird dein Marketing nicht in jedem Fall direkt Käufe auslösen. Es ist jedoch wichtig, dass der Event bei deiner Zielgruppe im Gedächtnis bleibt bzw., dass sie es im Kalender eintragen und mit ihrem Umfeld vorbesprechen. Ohne «FOMO» kaufen deine Kunden selten beim ersten Kontakt mit einem Event das Ticket. Mit gelungenen Marketingaktionen zum jetzigen Zeitpunkt kannst du aber die Kaufwahrscheinlichkeit kurz vor dem Event steigern. Investiere hier also rund 20 Prozent deines Social-Media-Marketing-Budgets.
Phase 4: Letzte Tage vor dem Event
Die letzten Tage vor dem Event stehen bei Frühbucher- und Spontanbucher-Events unter unterschiedlichen Vorzeichen.
Frühbucher-Events haben zum jetzigen Zeitpunkt einen Grossteil der Tickets verkauft. Im besten Fall ist der Event seit Wochen ausverkauft. Mit Countdown-Posts und Eindrücken vor und während des Events kannst du deine Community auf das Event einstimmen. In Kombination mit einem tollen Eventerlebnis machst du beste Werbung für deinen nächster Event (bereits wieder in Phase 1). Hast du zum jetzigen Zeitpunkt noch einzelne Tickets zu vergeben, lohnt sich ein letzter Werbepush. So gewinnst du noch den einen oder anderen Spontankäufer für deinen Event. Spare rund 25 Prozent deines Social-Media-Marketing-Budgets für diese Phase auf. Kleiner Tipp: Schalte die Folgeveranstaltung bereits auf und generiere bereits Umsatz für die kommende Durchführung.
Im Gegensatz dazu startet der Vorverkauf von Spontanbucher-Events jetzt in die heisse Phase. Diese Tage entscheiden über den Erfolg oder Misserfolg der Veranstaltung. Betreffend Werbung solltest du jetzt nochmals alles geben. Zum jetzigen Zeitpunkt erreichst du am effizientesten Kurzentschlossene, überzeugst Wackelkandidaten von deiner Veranstaltung und gewinnst die meisten Neukundinnen.
Ein effizientes Werbemittel ist emotionsgeladener Content. Mit Countdowns kannst du die zeitliche Nähe des Events ausdrücken. Verbinde deine Posts stets mit der Aufforderung zum Ticketkauf. In dieser Phase erzielst du nicht nur den grössten Ticketumsatz. Du solltest auch am meisten in deine Werbekampagnen investieren. Rund 60 Prozent deines Social-Media-Marketing-Budgets können in diese Vorverkaufsphase fliessen.
Je nach Auslastung kannst du kurz vor dem Event mit einer vergünstigten Last-Minute-Ticketkategorie arbeiten, um die restlichen Kontingente abzustossen. Sei bei sich wiederholenden Veranstaltungen sehr vorsichtig damit. Du willst deine Stammkunden und Frühbucher ja nicht zu Spontankäufern umerziehen und damit deine Planungssicherheit ruinieren!
Solltest du kurz vor dem Event bereits ausgebucht sein, kannst du die Marketingausgaben natürlich zurückschrauben und übrig gebliebene finanzielle Mittel für kommende Events aufsparen.
Nun bist du bereit für deine Marketing-Kampagne. Das TICKETINO Team wünsch dir viel Erfolg bei deinem Event!
Suchst du noch nach einem Ticketing-Partner für dein Event?
Dann kontaktiere uns unter marketing@ticketino.com oder
von 8 - 18 Uhr unter +41 43 500 40 80 (CH) bzw. +49 30 201 696 006 (EU).
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