Ein Channel Manager erlaubt es dir, Tickets in einem Netzwerk von über 50 Buchungsplattformen wie „GetYourGuide“, „Viator“, „TripAdvisor“ oder „Tiqets“ zu verkaufen. Dank Direktanbindung steht dir der Zugang zum reichweitenstarken OTA’s-Netzwerk jetzt offen!
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Darum geht's
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Entdecke die neue Anbindung des TICKETINO-Systems zum Channelmanager „Experience Bank“. Diese kannst du im Veranstalter-Cockpit unter „Apps“ aktivieren. In diesem Blogbeitrag erfährst du, ob deine Events hierfür in Frage kommen und wie du gegebenenfalls vorgehen musst, um die Integration zu nutzen. Da wir den Prozess von verschiedenen Seiten beleuchten, kommt es zu gewissen Redundanzen im Text. Wir bitten hierfür um Nachsicht.
Was ist ein Channelmanager und was sind Online Travel Agencies (OTA’s)?
Ein Channelmanager ist eine Software, die dabei hilft, Verfügbarkeiten und Preise über verschiedene Buchungsplattformen hinweg zu synchronisieren. Du kennst die Funktionalität allenfalls bereits, wenn du schon mal eine Unterkunft über Booking.com, Expedia.ch oder Airbnb.ch gebucht hast, wobei das entsprechende Apartment parallel über mehreren Plattformen angeboten wurde.
In unserem Fall funktioniert es ähnlich. Ticketkategorien werden im TICKETINO-System erfasst und können über die regulären Kanäle direkt verkauft werden. Zusätzlich können Kontingente aber auch an „Experience Bank“ (angebundener Channelmanager) übergeben werden. Von dort aus erfolgt die Verteilung auf verschiedene Plattformen (Online Travel Agencies, kurz OTA’s) wie „GetYourGuide“. Sobald ein Ticket über einen Kanal verkauft wird, erfolgt die Synchronisation auf allen Plattformen, sprich das Ticketkontingent wird auf allen Plattformen entsprechend reduziert.
Auf Hotelfriend.com gibt es einen guten Artikel und eine schöne Animation, welche die Prozesse aufzeigt. Zwar am Beispiel von Hotelzimmern, die Logik ist im Grunde aber dieselbe.
Hier findest du den weiterführende Artikel und hier die Animation für sich.
Wie funktioniert der Datenaustausch und wie fliessen die Gelder?
Als Veranstalter erfasst du deinen Event im TICKETINO-Cockpit und gibst die Tickets für den Verkauf frei. Das TICKETINO-System ist hierbei das Primär-System, wo Ticketcodes generiert und Kundendaten gespeichert werden. Reguläre Verkäufe über den TICKETINO-Online-Shop oder eine Einbindung wie bspw. das Shop-Plugin, laufen wie gewohnt ab. Der Ticketkäufer zahlt an TICKETINO und du erhältst das Geld dann gesammelt nach dem Event. Dieser Prozess bleibt beim Alten, auch wenn du den Channelmanager zusätzlich aktivierst.
Wenn du parallel Tickets über mehrere OTA‘s (bspw. „GetYourGuide“ & „TripAdvisor“) verkaufen möchtest, dann kannst du diese über den Channelmanager ansteuern. Der Channelmanager übermittelt Ticketkontingente an die ausgewählten Plattformen. Wird nun bspw. ein Ticket auf „GetYourGuide“ verkauft, bezieht der Channelmanager ein Ticket aus dem Primärsystem (TICKETINO) und liefert es an „GetYourGuide“ aus. Im Gegenzug werden die Kundendaten von „GetYourGuide“ ans Primärsystem übermittelt und abgespeichert. Sobald das Ticket verkauft ist, erfolgt die Synchronisation auf allen Plattformen. Das Ticket ist dann also weder auf „GetYourGuide„ oder TICKETINO, noch auf „TripAdvisor“ verfügbar. Die Ticket-Einnahmen werden dann von der entsprechenden OTA (in dem Fall „GetYourGuide“) abzüglich der OTA-Gebühr direkt an dich (Anbieter des Tickets) ausbezahlt.
Die über den OTA vertriebenen Tickets sind somit im Primärsystem (TICKETINO) generiert. Auch wenn sie allenfalls anders aussehen, sind sie folglich normal scanbar. Auch die Kundendaten sind lückenlos im Primärsystem (TICKETINO-Cockpit) verfügbar, und gebündelt einsehbar.
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Für welche Art von Tickets, bzw. für welches Angebot machen Channelmanager und OTA’s Sinn?
Der Mehrwert bei der Nutzung des Channelmanagers liegt in der Reichweite, welche dir die OTA’s bringen können. Da Seiten wie „GetYourGuide“ bei jedem Verkauf mitverdienen, sind diese in der Regel motiviert, deine Tickets zu bewerben. Dabei ist das Listing auf den Plattformen nur ein Teil. Darüber hinaus machen sie auch aktiv Werbung.
Ein Beispiel: Du buchst eine Reise nach Teneriffa per „Booking.com“ und kurz vor dem Abflug erhältst du einen Newsletter mit passenden Aktivitäten vor Ort. Darunter der Wasserpark „Siam Park“, welchen du wiederum auf „GetYourGuide“ buchen kannst.
Du siehst, die OTA’s untereinander sind verknüpft, verlinken und bewerben ihre Angebote gegenseitig und teilen sich dann die verhältnismässig hohe Provision.
Darüber hinaus schalten OTA’s auch Suchmaschinenwerbung für die auf ihnen gelisteten Events.
Dies kann/soll dir dabei helfen, neue Zielgruppen zu erschliessen und folglich deutlich mehr Tickets zu verkaufen.
Der Nachteil der Channelmanger-Funktionalität liegt in erster Linie in den hohen Provisionen, welche OTA’s verlangen. Wichtig: Es handelt sich hier jeweils um Einzelabsprachen zwischen dem Anbieter von Tickets (also dir, dem Veranstalter) und der einzelnen OTA (bspw. „GetYourGuide“). Die Konditionen sind abhängig vom Ticketpreis und anderen Faktoren, 25% und mehr Provision für die OTA sind üblich.
Nun zur Kernfrage: Für welche Art von Tickets macht dies Sinn? Ein Blick auf „GetYourGuide“ gibt hier erste Hinweise. Es sollten möglichst viele der folgenden Kriterien erfüllt sein:
- Regelmässiges Angebot: Am besten geeignet ist ein Dauerbetrieb (bspw. Vergnügungspark, eine Therme, ein Museum…) oder eine Aktivität, die am besten täglich angeboten wird (Stadtführung, Heissluftballonfahrt, Bootstour...).
- Genügend Kapazität: Das Angebot an Tickets sollte grösser sein als die aktuelle Nachfrage. Ein Escape-Room, der ohnehin meist ausgebucht ist, eignet sich nicht. Ein Museum, welches ohne Problem 30% zusätzliche Gäste fassen kann hingegen schon.
- Tiefe variable Kosten pro Ticket oder hohe Margen: Ein zusätzlicher Gast sollte keine oder nur tiefe zusätzliche Kosten verursachen, jedoch möglichst hohe zusätzliche Einnahmen generieren (oder zumindest Deckungsbeiträge generieren).
- Attraktiv für Touristen (oder andere nicht erschlossene Zielgruppe): Mit OTA’s sollten neue Zielgruppen erschlossen werden. Heisst konkret, es sollen zusätzliche Verkäufe generieret und auf keinen Fall einfach bestehender Absatz auf die OTA’s verlagert werden. Das Schlimmste, was dir passieren kann ist, wenn dich Plattformen wie „GetYourGuide“ nur kannibalisieren und du dieselbe Menge an Tickets verkaufst, dafür aufgrund der OTA’s-Provisionen aber nur noch 70% der Einnahmen generierst.
Hier ein paar Beispiele zur Illustration

Wenn du darüber nachdenkst, die Channelmanger-Funktionalität zu nutzen, stelle dir also folgende Fragen:
- Ist mein Angebot regelmässig (Dauerbetrieb), bzw. kann ich es gegebenenfalls spontan erbringen, wenn es gebucht wird (bspw. eine Stadtführung)?
- Habe ich genügend Tickets im Angebot, bzw. bin ich ungenügend ausgelastet?
- Kann ich durch die OTA’s neue Zielgruppen erschliessen, bzw. verkaufe ich durch ein Listing und die Werbemassnahmen von Plattformen wie „GetYourGuide“ mehr Ticktets oder verkaufe ich lediglich ähnlich viel aber mit deutlich weniger Ertrag?
- Verursacht eine zusätzliche Buchung wenig kosten, bzw. ist meine Marge so gross, dass ich auch 30% des Ertrages abgeben kann und es sich dennoch rechnet?
Wenn du die letzte Frage mit „Nein“ beantwortet hast, bedenke, dass du auch nur begrenzte Kontingente über die OTA’s streuen und so Reichweite generieren kannst. Es kann daher unter umständen für dich also strategisch sinnvoll sein, mit den Verkauften Tickets einen gewissen Verlust zu machen und dies als Marketingaufwand zu verbuchen.
Wie geht man vor, wenn man Channelmanager und OTA’s nutzen möchte?
Wenn du Tickets per TICKETINO/Experience Bankt/OTA-Netzwerk verkaufen möchtest, musst du zuerst mit einer (oder mehreren) OTA einen individuellen Vertrag abschliessen.
Wichtig: Nicht jede OTA eignet sich für jedes Angebot. Betreibst du beispielsweise einen Seilpark, dann passt wohl „GetYourGuide“ ganz gut. Für einen Kreuzfahrt-Anbieter käme dann aber wohl eher „Expedia“ in Frage.
Dabei ist zu erwähnen, dass eine OTA es auch ablehnen kann, deine Tickets zu verkaufen, bspw. wenn das Angebot für sie nicht geeignet erscheint oder das Potential zu klein ist. Folgend Plattformen werden aktuell von «Experience Bank» unterstützt (Auswahl, im Einzelfall bitte abklären, ob die von dir präferierte Plattform angesteuert werden kann.):
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Viator (TripAdvisor) GetYourGuide Expedia Google Things to do Active Bookings Adlevo AGi DMC City Sightseeing Civitatis Day Out With The Kids Discover.swiss Evendo Fjord Tours Get Local Globol Gloogs Goolden Tours Go To Hub GoTo Norway Grayline Gurtenbahn Headout Holibob Holiday Senses Hyll Interlaken Tourism Klook Local Experiences Love to Visit Lulu trip Manawa By Adrenaline Hunter Musement |
Palma Beach Picniq Project Expeditions Rruu Graubünden360 Silverscreen Tours Spontastic Swiss Activities SWISStours Switzerland Tourismus Tiquets THOMAS TourDesk Tourradar Trip.com TrekHunt TXGB Uemura World Group Veltra Vipealo Davos Destination Organization Ferienshop Engadin St Moritz Ferienshop Engadin Tourismus AG |
Sobald du eine Vereinbarung mit einer OTA geschlossen hast, kannst du die Integration in deinem Cockpit unter „Apps“ aktivieren. Kontaktiere dann im Anschluss am besten den TICKETINO-Support (E-Mail an info@ticketino.com) und eine Projektmanagerin wird dich bei den weiteren Schritten unterstützen.
Was kostet die Nutzung der Channelmanager-Funktionalität und wie wird abgerechnet?
Das Pricing der Channelmanager-Nutzung ist etwas kompliziert, da drei Dienstleister involviert sind:
TICKETINO: Innerhalb der Primärplattform findet bei Verkauf über eine OTA kein Geldfluss statt. Folglich wird ein verkauftes Ticket wie ein Gratisticket (0.85 CHF/EUR bei Standardkonditionen) verrechnet. Dieser Betrag wird mit den Eventeinnahmen des regulären Verkaufs verrechnet.
Experience Bank: Der Channelmanager stellt 4% des Transaktionsvolumens in Rechnung. Dieser Betrag wird von TICKETINO an Experience Bank überwiesen und wiederum mit den Eventeinnahmen des regulären Verkaufs verrechnet.
Online Travel Agencies (OTA’s): Die Konditionen sind hier abhängig von den Individuellen Verträgen zwischen Veranstalter und OTA (also dir und Plattformen wie „GetYourGuide“). Wie bereits erwähnt sind 25% und mehr OTA-Provision zu erwarten.
Summiert können die Kosten also ohne weiteres einen Drittel des Ticketpreises betragen. Aus diesem Grund kann es ratsam sein, nur ein begrenztes Kontingent auf diesen Plattformen anzubieten und so von der OTA-Werbung zu profitieren ohne deinen Direktverkauf zu stark zu kannibalisieren.
Das TICKETINO-Team wünscht dir hohe Mehrverkäufe durch die Nutzung von Channelmanager und ausgewählten Online Travel Agencies (OTA’s)!

